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Heute verfügen praktisch alle elektronischen Musikinstrumente über einen MIDI-Anschluß. MIDI ist eine Art "Fernsteuerung" für Musikinstrumente. Die meisten Instrumente können MIDI-Daten senden und empfangen. Die Übertragung erfolgt jeweils durch ein Kabel mit einem 5-poligen DIN-Stecker, wie er früher an Stereoanlagen verwendet wurde.
Die Überlegung liegt nahe, auch einen Computer zum Fernsteuern von Musikinstrumenten zu benutzen, also MIDI-Daten zu senden und zu empfangen. Hierzu benötigen Sie neben einem geeigneten Musikprogramm auch die entsprechende MIDI-Hardware für Ihren Computer.
MIDI Interfaces für IBM und kompatible gibt es in verschiedenen Ausführungen:
- 1. Steckkarte
- 2. Adapter für Soundkarten
- 3. Externe Box zum Anschluß an die parallele Schnittstelle (Druckeranschluß)
- 4. Externe Box zum Anschluß an die serielle Schnittstelle
- 5. USB-Adapter
Wie wähle ich das passende Interface aus?
Alle Windows-Programme steuern MIDI-Interfaces über Treiber an. Für die Standard-Produkte liefert Windows passende Treiber mit. Wird die hardware separat gekauft, legt jeder Hersteller für seine MIDI-Interfaces entsprechende Windows Treiber bei für die es in der Regel auch Updates über die Support-Seiten des jeweiligen Herstellers gibt zu beziehen gibt.
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Moderne PC-Systeme steuern so ziemlich alles über den Universal Serial Bus, kurz: USB, an. So wird auch MIDI heutzutage auf Standard-PCs über den USB-Anschluß angesprochen. Dazu gibt es USB -> MIDI Adapter, die auf der einen Seite einen USB-Anschluß und auf der anderen jeweils eine MIDI-IN und MIDI-OUT Buchse im Standard MIDI-Format anbieten. Ohne in separate Hardware zu investieren, hat man in der Regel gar keine andere Wahl als einen USB-Eingang zu benutzen. Selbst anspruchsvolle Analog-Digital-Wandler setzen heutzutage auf USB auf, so dass sich eine Wahl des Interfaces in den allermeisten Fällen erübrigt. Ansonsten gelten nach wie vor die nachfolgenden Hinweise, die eigentlich für ältere Systeme galten aber bezüglich der MIDI-Ports und Kapazitäten nach wie vor aktuell sind.
| USB-Anschluß |
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Pro MIDI Ausgang können Sie auf 16 MIDI-Kanälen senden, also bis zu 16 verschiedene Instrumente gleichzeitig spielen. Je nach Datenmenge können pro MIDI-Ausgang zwischen 300 und 700 Noten pro Sekunde gespielt werden.
Wenn Sie normal arrangierte Musik über ein MIDI-Instrument einspielen und wiedergeben ist normalerweise ein MIDI-Ein- und -Ausgang ausreichend.
Wenn Sie mehrere MIDI-Geräte benutzen und/oder viele MIDI-Daten senden wollen, sollten Sie sich für ein MIDI-Interface mit mehreren MIDI-Ausgängen entscheiden. Falls Ihre MIDI-Geräte zudem noch über den MIDI-Multimode oder General MIDI verfügen, ist ein Interface mit mehreren MIDI Ausgängen fast unabdingbar. Die einzelnen MIDI-Ausgänge bezeichnet man auch als MIDI-Ports. In der jeweiligen Spur Ihres Sequenzer-Programms wählen Sie, welcher MIDI-Port angesteuert werden soll.
| Anzahl der gewünschten MIDI-Ein und -Ausgänge |
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Ein internes MIDI-Interface ist preiswerter und platzsparend. Es benötigt jedoch einen freien Interrupt und muß natürlich eingebaut werden. Interne Interfaces gibt es mit einem oder zwei MIDI-OUT Ports.
| Internes Interface |
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Ein externes Interfaces benötigen Sie auf jeden Fall für Computer ohne Steckplatz wie Notebooks. Sie sind einfach anzuschließen, benötigen aber einen verfügbaren seriellen oder parallelen Anschluß. Externe Interfaces gibt es mit einem oder zwei MIDI-Eingängen und einem bis acht MIDI-Ausgängen.
| Externes Interface |
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Die parallele Schnittstelle (Drucker) erlaubt einen höheren Datendurchsatz als die serielle Schnittstelle. Bei Rechnern mit nur einer seriellen Schnittstelle bleibt diese für die Maus verfügbar. Nachteil ist das eventuell benötigte Netzteil für das MIDI-Interface. Viele Rechner stellen an der parallelen Schnittstelle keine ausreichende Stromversorgung für das MIDI-Interface zur Verfügung.
| Paralleles externes Interface |
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Falls die serielle Schnittstelle nicht für die Maus benötigt wird, und keine extremen MIDI-Datenmengen übertragen werden sollen, ist sie einfacher in der Handhabung. Sie benötigen kein zusätzliches Netzteil und können ein einfacheres, dünneres Kabel benutzen.
Interne und externe MIDI-Interfaces können unter WINDOWS auch kombiniert genutzt werden!
| Serielles externes Interface |
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Einige MIDI-Interfaces schreiben und lesen auch SMPTE Zeitcode. Dieser wird zum Synchronisieren des Sequenzer-Programms mit Bandgeräten, z.B. Videorekordern und Mehrspurgeräten benutzt.
Soundkarten als MIDI-Interface
Falls Sie eine Soundkarte mit Joystick Anschluß besitzen und Ihnen ein MIDI-Ein- und -Ausgang genügt, können Sie einen Versuch mit dem Soundkarten MIDI Adapter unternehmen. Die volle MIDI-Funktionsfähigkeit hängt von der Qualität Ihrer Soundkarte ab. Begriffe in der Beschreibung wie "MPU kompatibel", "MPU UART kompatibel" oder "dublex fähiges MIDI-Interface" erhöhen die Chancen auf einen problemlosen Betrieb. Manche älteren Soundkarten ohne diese Hinweise erlauben nur wahlweises Senden oder Wiedergeben von MIDI-Daten.
| SMPTE |
- MIDI IN: Über diese Buchse werden MIDI-Daten empfangen.
- MIDI OUT: Über diese Buchse werden MIDI-Daten gesendet.
- TAPE IN/OUT: Über diese Buchsen werden Impulse zum Steuern des Sequenzers durch ein Mehrspurtonband gesendet und empfangen.
| Anschlüsse
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