Tausendschön

(An eines Bächleins Rande)

Friedrich Förster

Musiknoten zum Lied Tausendschön

Liedtext

An eines Bächleins Rande,
gar lieblich anzusehn,
da stand am grünen Strande
das Blümchen "Tausendschön",
das Blümchen "Tausendschön".

Und in der Quelle Spiegel
sah es betrübt hinein:
"Was nützt mir all mein Blühen,
|: blüh' ich für mich allein?" :|

3. Da ruft der blaue Himmel:
"Was klagst du allzumal?
Mit Sonne, Mond und Sternen
|: bin ich bei dir im Tal." :|

Das Blümlein rief dagegen:
"Mit allem Sonnenschein
und all den tausend Sternen
|: man ist ja doch allein!" :|

5. Da kam ein junger Jäger:
"Gott grüß dich, Tausendschön!
Sag' mir, du holdes Knöspchen!
|: willst du nicht mit mir gehn?" :|

Da spricht es süß und leise:
"Dein eigen will ich sein!
Ja, nur an deinem Herzen,
|: da blüh' ich nicht allein!" :|