Jetzund bricht die Nacht herein

Volkslied (18. Jh.)

Volksweise (18. Jh.)

Musiknoten zum Lied Jetzund bricht die Nacht herein

Liedtext

Jetzund bricht die Nacht herein,
daß alle Leutchen schlafen ein,
daß alle Leutchen gehn zur Ruh
und schließen ihre Äuglein zu.

Heint will ich nicht schlafen gehn,
will erst zu meinen Schätzchen gehn,
will gehn an ihr Schlafkämmerlein,
will sehen, ob sie drin mag sein.

Wer ist denn draus? wer klopfet an,
der mich so früh aufwecken kann?
Es ist der Herzallerliebste dein,
steh auf, mein Kind, und laß mich ein!

Herein darf ich dich lassen nicht,
denn meine Mutter schläft noch nicht;
mein Vater ist draus bei rotem, kühlen Wein,
er wird nicht lange mehr außen sein.

Ich werd nicht lang mehr hierstehn,
ich seh die Morgenröt aufgehn,
Morgenröt, zwei schön Stern:
Bei meinem Schätzchen wär ich gern!