Ein Sträußchen am Hute

Conrad Rotter (1825)

Musik und Text von "Ein Sträußchen am Hute" stammen von Conrad Rotter, der dieses Volkslied 1825 schuf. 1835 veröffentlichte Friedrich Silcher in "Volkslieder für vier Männerstimmen" eine eigene Fassung, die sich im traditionellen Gebrauch aber zu dieser weniger trivialen Weise abänderte.

Musiknoten zum Lied Ein Sträußchen am Hute

Liedtext

Ein Sträußchen am Hute, den Stab an der Hand
zieht rastlos der Wandrer von Lande zu Land.
Er sieht so manch Städtchen, er sieht manchen Ort:
Doch fort muß er wieder, muß weiter fort.

Da sieht er am Wege viel Blumen da stehn:
Der Wandrer muß eilend vorübergehn;
sie blühen so herrlich, sie duften so schön:
Doch fort muß er wieder, muß weiter zieh'n.

Dort winkt ihm ein Häuschen, am Berge gebaut,
von Rosen umgeben, von Trauben umlaubt:
Da könnt's ihm gefallen, da sehnt' er sich hin;
doch fort muß er wieder, muß weiter zieh'n.

Ein freundliches Mädchen, das redet ihn an:
Sei herzlich willkommen, du wandernder Mann!
Sie sieht ihm in's Auge, er drückt ihr die Hand:
Doch fort muß er wieder, muß weiter zu Land.

Es bietet das Leben ihm manchen Genuß,
das Schicksal gebietet dem strauchelnden Fuß.
Da steht er am Grabe und schauet zurück:
Hat wenig genossen vom irdischen Glück.

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