Das gute Bierjahr

(Das Jahr ist gut, braun Bier ist geraten)

Volkslied

Musiknoten zum Lied Das gute Bierjahr

Liedtext

Das Jahr ist gut, braun Bier ist geraten,
drum wünsch' ich mir nichts, als dreitausend Dukaten,
da- mit ich kann schütten braun Bier in mein Loch;
|: und je mehr ich davon trinke, desto besser schmeckt's noch,
desto besser schmeckt's noch. :|

Seh' ich ein braun Bier, o welch ein Vergnügen!
da tu' ich vor Freuden die Mütze abziegen,
|: betracht das Gewächse, o große Allmacht!
das aus einem Traur'gen einen Lustigen macht,
einen Lustigen macht. :|

Wenn einer vor Schulden nicht kann bleiben zu Hause,
so geht er ins Wirtshaus und setzt sich zum Schmause;
|: er setzt sich zum Braunen und tut, was er kann -
und wer ihn da fordert, der kommt übel an,
der kommt übel an. :|

Unser Herrgott muß endlich wohl selber drüber lachen,
was die Menschen für närrische Sachen tun machen;
|: planieren, plattieren, plattieren, planieren,
und am Ende, da tun sie gar appelleren,
gar appelleren. :|

Bei der ersten Halben, da ist's mäuschenstille,
weil keiner mit einer was anfangen wille;
|: die zweite ist kritisch, die dritte muß ziegen,
bei der vierten gibt's Schlag', daß die Haar' davon fliegen,
daß die Haar' davon fliegen. :|

Wenn ich einst sterbe, so laßt mich begraben,
nicht unter den Kirchhof, nicht über den Schrägen;
|: hinunter in'n Keller, wohl unter das Faß!
Lieg' gar nit gern trocken, lieg' allweil gern naß,
lieg' allweil gern naß. :|

Auf meinem Grabsteine, da könnt ihr einst lesen,
was ich für ein närrischer Kauz bin gewesen,
|: beständig betrunken, zuweilen ein Narr,
doch ein ehrlicher Kerl, und das letzte ist wahr,
und das letzte ist wahr! :|