Eia popeia, was raschelt im Stroh?

Clemens Brentano (1808)

Die Melodie ist ein Wiegenlied aus dem 17. Jahrhundert, während der Text der Aufzeichnung Bretanos für Des Knaben Wunderhorn, Bd. 3, aus dem Jahre 1808, folgt. Dort heißt es "Eio popeio". 1893 nahm Humperdinck das Lied als "Suse, liebe Suse" in seine Oper Hänsel und Gretel auf.

Volksweise (17. Jh.)

Musiknoten zum Lied Eia popeia, was raschelt im Stroh?

Liedtext

Eia popeia, was rasselt im Stroh,
Die Gänslein gehn barfus,
Und haben keine Schuh,
Der Schuster hat's Leder,
Kein Leisten dazu,
Drum gehn die lieben Gänschen
Und hab'n kein Schuh'.

Eia popeia, schlags Kikelchen tot,
Legt mir keine Eier,
Und frißt mir mein Brot,
Rupfen wir ihm dann
Die Federchen aus,
Machen dem Kindlein
Ein Bettlein daraus.

Eia popeia, das ist eine Not,
Wer schenkt mir ein Heller,
Zu Zucker und Brot?
Verkauf ich mein Bettlein,
Und leg mich aufs Stroh,
Sticht mich keine Feder,
Und beißt mich kein Floh