Wohl heute noch und morgen

Volkslied (18. Jh.)

Musiknoten zum Lied Wohl heute noch und morgen

Liedtext

Wohl heute noch und morgen, da bin ich noch bei dir,
wenn aber kommt der dritte Tag, dann muß ich fort von hier.

Wann kommst du aber wieder, Herzallerliebster mein?
Wenns schneiet rote Rosen und regnet kühlen Wein.

Es schneiet keine Rosen, es regnet keinen Wein.
So kommst du auch nicht wieder, Herzallerliebster mein.

In meines Vaters Garten, da legt ich mich nieder und schlief.
Da träumte mir ein Träumelein, wies regnet über mich.

Der Knabe kehrt zurücke, geht zu dem Garten ein,
trägt einen Kranz von Rosen und einen Becher Wein.

Hat mit den Fuß gestoßen wohl an das Hügelein.
Er fiel - da schneit es Rosen, da regnets kühlen Wein.