Wo find ich dann deins Vaters Haus?

Volkslied (1621)

Musiknoten zum Lied Wo find ich dann deins Vaters Haus?

Liedtext

Wo find ich dann deins Vaters Haus?
säuberliches mägdelein?
geh das gässlein aus und aus,
so findest du mein vaters haus.
Schweig still, schweig still,
schweig still und laß dein fragen sein.

So bellet dann das hündlein dein,
säuberliches mägdlein!
Ruf den wächter leise ein,
so läßt der hund das bellen sein.
Schweig still, und laß dein fragen sein.

So knarret dann das türlein dein,
säuberliches mägdlein!
Nimm den haspen in die hand,
so gwinnt die tür ein leisen gang.
Schweig still, und laß dein fragen sein!

So schimmert dann das feuer dein,
säuberliches mägdlein!
Geuß ein wenig wasser drein,
so läßt das Feur das schimmern sein.
Schweig still, und laß dein fragen sein!

Wo find ich dann dein kämmerlein,
säuberliches mägdlein?
Bei der küchen an der wand,
halt dich nur auf die rechte hand.
Schweig still, und laß dein fragen sein!

Wo leg ich hin mein hembdelein,
säuberliches mägdlein?
Weistus nit, so nimmt nichts wunder,
heb auf das bett und kreucht darunter!
Schweig still, und laß dein fragen sein.

Wie soll ich auf den morgen tun,
säuberliches mägdlein?
Zieh dich an und geh davon,
so soltu auf den morgen tun!
Schweig still, und laß dein fragen sein.