Wo de Ostseewellen trecken an den Strand

Martha Müller-Grählert (1907)

Das Heimatlied Wo de Ostseewellen trecken an den Strand dichte die vorpommersiche Heimatdichterin Martha Müller-Grählert 1907. 1910 fügte der Schweizer Chorleiter Simon Krannig eine Melodie hinzu. Es ist auch als Wo die Nordseewellen spülen an den Strand bekannt und wurde im Laufe der Zeit auf so viele Regionen umgedichtet, das es heute weltweit bekannt ist.

Simon Krannig (1910)

Musiknoten zum Lied Wo de Ostseewellen trecken an den Strand

Liedtext

Wo de Ostseewellen trecken an den Strand,
wo de gäle Ginster bleught in’ Dünensand,
wo de Möwen schriegen grell in’t Stormgebrus,
dor is mine Heimat, dor bün ick tau Hus.

Well- un Wogenruschen wiern min Weigenlied,
un de hogen Dünen seg’n min Kinnertied,
seg'n uck mine Sähnsucht un min heit Begehr,
in de Welt tau fleigen öwer Land un Meer.

Woll hett mi dat Läwen dit Verlangen stillt,
hett mi allens gäwen, wat min Hart erfüllt,
allens is verschwunden, wat mi quält un drew,
häw nu Fräden funden, doch de Sähnsucht blew.

Sähnsucht nah dat lütte, stille Inselland,
wo de Wellen trecken an den witten Strand
wo de Möwen schriegen gell in’t Stormgebrus;
denn dor is min Heimat, dor bün ickt tau Hus!