Jahreszeiten

Weihnachtslieder

Advent, Advent - ein Lichtlein brennt

Von Christa Schyboll

Der Advent ist jene Zeit in der Christenheit, in der man sich auf das Fest der Geburt Christi vorbereitet. Der lateinische Ursprung des Wortest bedeutet: Ankunft. Die Ankunft des Gottes Sohnes auf der Erde wird gefeiert. Hierbei steht die Menschwerdung Gottes als Mysterium im Vordergrund, die den Menschen von seinen Sünden erlösen soll. Auch soll daran erinnert werden, dass die Christen das zweite Kommen Jesu erwarten. Mit der Vesper am Vorabend des ersten Adventssonntags beginnt diese Besinnungszeit, die auch eine innere Ruhe bescheren soll. Leider bringt sie in heutiger Zeit jedoch für viele Menschen mehr Hektik und Stress, statt ruhigem Rückzug aus der Hektik des Jahres.

Diese Zeit der inneren Vorbereitung (Advent) dauert vier Wochen und beginnt Anfang Dezember. Früher war sie eine Fastenzeit, was sich traditionell noch in vielen Gegenden der Ostkirchen als Brauch erhalten hat. Die Fastenzeit diente der inneren Reinigung und spirituellen Vorbereitung auf das Fest der Geburt des Gottessohnes. Maria, der Mutter Gottes, wird dabei auch besonders in Liedern gedacht wie Es ist ein Ros‘ entsprungen. Das katholische Kirchenrecht betrachtet dieses Fasten jedoch seit dem Jahr 1917 nicht mehr als verpflichtend.

In einigen Regionen Deutschlands wird auch schon ab St. Martin, am 11. November, die Adventszeit begangen. In dieser Zeit werden neben dem Heiligen Martin auch weitere Heilige geehrt: die Heilige Barbara, die Heilige Katharina, der Heilige Eligius, der Heilige Nikolaus und die Heilige Luzia.

Begleitet wird der Advent durch eine Reihe von Bräuchen, zu denen sowohl der Adventskranz gehört wie auch das Adventssingen: Advent, Advent, ein Lichtlein brennt.

Es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt uns vielen Menschen große Freude. Zu diesen Freuden gehören eine ganze Reihe schöner vorweihnachtlicher Traditionen, die sich lokal teils ganz unterschiedlich entwickelt haben. Dazu gehören unter anderem der Nikolaustag, der Adventskranz, die Vorbereitungen zum Weihnachtsbaum, der zum Fest dann prächtig geschmückt einen besonderen Höhepunkt darstellt. Auch die Krippen in den Kirchen und Familien werden im Advent vorbereitet und hergerichtet und natürlich dürfen die Weihnachtsbäckereien im Advent nicht fehlen, damit zum Fest die Leckereien auch alle vorhanden sind.

In manchen Gegenden der Welt erzählt man sich aber auch Gruselgeschichten in dieser Adventszeit, die auf eine lange Tradition zurückgreifen. Man rückt nahe zusammen und erzählt am warmen Ofen beispielsweise die Geschichte von Hans Christian Andersen »Der Schneemann«. Oder man lies vielleicht auch aus Charles Dickens »A Christmas Carol« und denkt dabei an den grantigen Geizhals Ebenezer Scrooge. Häufig jedoch wird in der Bibel gelesen, vor allem die Weihnachtsgeschichte nach Lukas.

Ein weiterer Höhepunkt sind die Weihnachtsmärkte, die sowohl mit schönen Geschenkideen locken, wie auch mit Musik, Lichterglanz und vielen verführerischen Düften.