Waldleben

(Wie Vögel ziehn wir durch die Welt)

Karl Egon von Ebert

Musiknoten zum Lied Waldleben

Liedtext

Wie Vögel ziehn wir durch die Welt,
wir wandern, jung und alt,
wir brauchen nicht groß Gut und Geld,
wir brauchen nur den Wald;
der Wald ist unser Haus und Dach,
wir haben Herd und Schlafgemach,
im Wald, im Wald, im Wald, im Wald!

Versengt uns heißer Sonnenschein,
wir finden Kühlung bald,
wir kehren bei dem Gastfreund ein,
beim Wald, beim guten Wald;
er gibt uns Schatten, Speis' und Trank,
und unser Lied sagt lauten Dank
dem Wald, dem Wald, dem Wald, dem Wald!

Und wenn es draußen schneit und stürmt,
wir schleichen trüb und kalt,
der Wald ist's wieder, der uns schirmt,
der Wald, der gute Wald;
er gibt uns Holz, er gibt uns Glut,
und wieder sind wir wohlgemut
im Wald, im Wald, im Wald, im Wald!