Tränen zur Taufe

(Es ritten zwei Herzliebchen durch den grünen Wal)

Volkslied

Musiknoten zum Lied Tränen zur Taufe

Liedtext

Es ritten zwei Herzliebchen durch den grünen Wald,
sie kamen bei einen Brunnen, der war kühl und war kalt.

Der Reiter der schwenkt sich ein saubres Glas aus,
gab seinem fein Herzliebchen zu trinken daraus.

"Ich habe getrunken, ich trinke nicht mehr,
O wie tut mir mein junges Herzchen in dem Leibe so weh!

Ach Reiter, reit doch ein wenig von mir,
bis dass ich wieder rufe, komm wiederum zu mir."

Dem Reiter dem wurde das Rufen zu lang,
er ritte sie suchen, bis dass er sie fand,

Ja, wie er sie fand, da war sie tot,
zwei schöne junge Söhne hatte sie in ihrem Schoß.

Der Reiter der spreitet seinen Mantel dahin
und wickelt die zwei schönen Söhnchen darein.

Der Reiter, der gab seinem Pferdchen den Lauf,
dass er noch sollt' kriegen seine Söhnchen zur Tauf.

Mit seinen Schwertchen macht er das Grab,
Mit seinigen Tränen das Weihwasser gab.