Still schleicht heran der Jägersmann

Volkslied

Musiknoten zum Lied Still schleicht heran der Jägersmann

Liedtext

Still schleicht heran
der Jägersmann,
scharf ruft des Pfeifchens Ton;
es lockt mit Hast,
hast aufgepaßt,
mein Liebchen, hörst mich schon?
Wer trifft, wie wir,
das rasche Tier in schwanker Dämmerung!
So trifft der Blick auf Lieb' und Glück,
|: die rasche Maid im Sprung, trara! :|
die rasche Maid im Sprung.

Hund mein Genoß,
Freund mein Geschoß!
so geht das Leben hin;
doch König ist dein Trauter.
Bist du seine Königin?
Dein Rädchen schnurrt,
der Kater murrt,
und Vater schnarcht im Stuhl.
Eh' er erwacht, schnell aufgemacht,
|: hier drückt's Gewitter schwül, trara! :|
hier drückt's Gewitter schwül.

In meinem Arm,
der Mantel warm,
der Keim des Feldes weich!
Still ist die Nacht,
nur Nero wacht
und schaut ins Himmelreich.
Komm ohne Rast,
hast du's verpaßt,
kehrt nie des Glückes Zeit!
Und steigt die Sonn',
ruft Hornes Ton,
|: ach, diesmal gar zu weit, trara! :|
ach, diesmal gar zu weit!

Nicht Hirsch und Reh
auf Herbstes Schnee
in hohem Buchenhain,
im bittern Scherz
soll Feindes Herz
jetzt Jägers Scheibe sein.
Der Brave hält
und mancher fällt,
drum erst des Mädels Kuß!
Erst Mädels Kuß!
dann Schuß auf Schuß
|: durch bösen Feindes Brust, trara! :|
durch bösen Feindes Brust!