Stehst so still, mein Pferdchen

Volkslied

Musiknoten zum Lied Stehst so still, mein Pferdchen

Liedtext

Stehst so still, mein Pferdchen,
schaust mich traurig an?
Hab dich nicht vergessen,
dir nicht wehgetan.

Gab dir besten Hafer,
Wasser, kühl und rein;
läßt das Wasser stehen,
läßt den Hafer sein!

Viele hundert Meilen
eilten wir nach Haus;
morgen in der Heimat
ruhen wir uns aus!

Morgen gibt mein Frauchen
Futter dir genug,
wird den Freund liebkosen,
der mich heimwärts trug.

Darum laß uns eilen,
eh die Sonne sinkt!
Hier ist keine Brücke,
und kein Fährmann winkt.

Stürme nicht und Ströme
lähmten unsern Mut.
Vorwärts, Kameraden,
in die träge Flut!

Aus dem dunklen Wasser
ringt das Pferd sich dort;
schnaubt und wiehert angstvoll:
Ach, mein Herr ist fort!