Schlaf wohl, du Himmelsknabe du

Christian Friedrich Daniel Schubart (1786)

Karl Neuner (1814)

Musiknoten zum Lied Schlaf wohl, du Himmelsknabe du

Liedtext

Schlaf wohl, du Himmelsknabe du,
schlaf wohl, du süßes Kind!
Dich fächeln Engelein in Ruh'
mit sanftem Hiimmelswind.
Wir armen Hirten singen dir
ein herzig's Wiegenliedchen für:
Schlafe, schlafe, Himmelssöhnchen, schlafe!

Maria hat mit Mutterblick
dich leise zugedeckt,
und Joseph hält den Hauch zurück,
dass er dich nicht weckt.
Die Schäflein, die im Stalle sind,
verstummen vor dir, Himmelskind:
Schlafe, schlafe, Himmelssöhnchen, schlafe!

Bald wirst du groß, dann fließt dein But
von Golgatha herab,
ans Kreuz schlägt dich der menschen Wut,
da legt man dich ins Grab.
Hab immer deine Äuglein zu,
denn du bedarfst der süßen Ruh':
Schlafe, schlafe, Himmelssöhnchen, schlafe!

So schlummert in der Mutter Schoß
noch manches Kindlein ein,
doch wird das arme Kindlein groß,
so hat es Angst und Pein.
O Jesulein, durch deine Huld
hilf's ihnen tragen mit Geduld:
Schlafe, schlafe, Himmelssöhnchen, schlafe!