Nicht weit von Dortmund liegt eine Zeche

Volkslied (um 1925)

Volksweise (um 1925)

Musiknoten zum Lied Nicht weit von Dortmund liegt eine Zeche

Liedtext

Nicht weit von Dortmund liegt eine Zeche,
genannt wird sie Minister Stein;
einhundertsechsunddreißig Knappen
büßten dort ihr Leben ein.
einhundertsechsunddreißig Knappen
büßten dort ihr Leben ein.

Es war des Morgens früh um sechse,
da fuhr der Steiger die Grub hinab,
seinen Kameraden Glück zu wünschen,
doch das Unglück brach herab.

Rettet euch, Brüder, ihr seid verloren,
rettet euch, Brüder, euer Leben ist hin;
schlagende Wetter sind ausgebrochen,
leb wohl, mein Weib, leb wohl, mein Kind!

Vor dem Tore steht eine Mutter,
sie wartet vergebens auf ihren Sohn.
Vor kaum zwei Jahren, da wars mein Gatte,
heute ists mein einzger Sohn!

Draußen am Friedhof da steht ein Mägdlein,
sie ringt die Hände zum Himmel empor:
Gestern begrub man meine Mutter,
heute ists mein Vater schon!

Wer hat denn dieses Lied gesungen?
Wer hat denn dieses Lied erdacht?
Es waren ja zwei Bergmannsjungen,
die habn das Unglück mitgemacht.