Neujahrslied

(Mit der Freude zieht der Schmerz)

Johann Peter Hebel (1834)

Neujahrslied ist ein Gedicht von Johann Peter Hebel das von Felix Mendelssohn Bartholdy vetont wurde.

Musiknoten zum Lied Neujahrslied

Liedtext

Mit der Freude zieht der Schmerz
Traulich durch die Zeiten,
Schwere Stürme, milde Weste,
Bange Sorgen, frohe Feste
|: Wandeln sich zur Seiten. :|

Und wo manche Träne fällt,
Blüht auch manche Rose!
Schon gemischt, noch eh' wir's bitten,
Ist für Throne und für Hütten
|: Schmerz und Lust im Lose. :|

War's nicht so im alten Jahr?
Wird's im neuen enden?
Sonnen wallen auf und nieder,
Wolken geh'n und kommen wieder,
|: Und kein Wunsch wird's wenden. :|

Gebe denn, der über uns
Wägt mit rechter Wage,
Jedem Sinn für seine Freuden,
Jedem Mut für seine Leiden
|: In die neuen Tage, :|

Jedem auf des Lebens Pfad
Einen Freund zur Seite,
Ein zufriedenes Gemüte
Und zu stiller Herzensgüte
|: Hoffnung ins Geleite! :|

Neujahrslied ist ein Gedicht von Johann Peter Hebels (1760-1826) mit 5 Strophen aus dem Jahr 1834. In seine posthum erschienen Werk ›Sechs Lieder für gemischten Chor‹ (Op. 88, No. 1) verwendete Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 - 1847) ursprünglich nur die ersten vier Strophen. Dabei passte er auch die zweite Strophe der Melodieführung an und änderte Hebels Zeilen

Und wo manche Träne fällt,
blüht auch eine Rose,

in die zu singende Fassung

Und wo manche Träne fällt,
blüht auch manche Rose