Morgen will mein Schatz abreisen

Volkslied (19. Jh.)

Volksweise (19. Jh.)

Musiknoten zum Lied Morgen will mein Schatz abreisen

Liedtext

Morgen will mein Schatz abreisen,
Abschied nehmen mit Gewalt;
draußen singen schon die Vögel,
singen schon die Vögel im dunkelgrünen Wald
Und es fällt mir so schwer,
aus der Heimat zu gehn,
wenn die Hoffnung nicht wär
auf ein Wiedersehn.
Lebewohl, lebewohl lebewohl,
lebewohl, lebewohl, auf Wiedersehn!

Saßen da zwei Turteltauben,
beide auf 'nem grünen Ast:
Wo sich zwei Verliebte scheiden,
da verwelket Laub und Gras.

Laub und Gras, das mag verwelken,
aber unsre Liebe nicht.
Du kommst mir aus meinen Augen,
aber aus dem Herzen nicht.

Eine Schwalbe macht kein' Sommer,
ob sie gleich die erste ist;
und mein Liebchen macht mir Kummer,
ob sie gleich die Schönste ist.

Spielet auf, ihr Musikanten,
spielet auf ein Abschiedslied,
meinem Liebchen zum Gefallen,
mags verdrießen, wen es will.