Kriegers Abschied

(Leb wohl, mein Bräutchen schön!)

Kriegers Abschied ist das Gedicht eines unbekannten Verfassers aus der Zeit der Befreiungskriege gegen Frankreich, das 1813, vor der Leipziger Schlacht, entstand. Es blieb populär und wurde in vielen Soldatenliederbüchern gedruckt und auch 1870 wieder oft gesungen. Die Musik komponierte Albert Methfessel.

Musiknoten zum Lied - Kriegers Abschied

Leb wohl, mein Bräutchen schön!
Muss jetzt zum Kampfe gehen
Das Sklavenjoch beginnt zu wanken
fort mit euch, übermüt'ge Franken!
Auch unser Herz schlägt kühn und warm
und Heldenkraft stählt unsern Arm

O Liebchen, weine nicht!
Mich rufet heil'ge Pflicht!
Wie sollt ich hier alleine zagen
wenn draußen sie die Feinde jagen
weit fort – fort übern deutschen Rhein!
Dabei muss dein Geliebter sein

Du alter, deutscher Rhein
wie wohl wird uns dann sein
wenn wir erst deine Fluten sehen
wenn unsre Siegesfahnen wehen
an deinen Ufern schön und grün –
die Feinde zagend heimwärts fliehn!

Und kehr ich einst zurück
o Liebchen, welch ein Glück!
Die Arme, die dich dann umschlingen
die Freiheit halfen sie erringen
dann kannst du sagen stolz und laut:
»Auch ich bin eines Helden Braut!«

Und graben sie mich ein
Dort an dem schönen Rhein
so jammre nicht in bittern Klagen
des Kriegers Braut muss es ertragen
und wer für Freiheit gab sein Blut
mit dem ist allewege gut!

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