In Stücke möcht ich mich zerreißen

Volkslied

Musiknoten zum Lied In Stücke möcht ich mich zerreißen

Liedtext

In Stücke möcht ich mich zerreißen,
ins Wasser möcht' ich springen;
dieweil mein Schatz ein andern liebt,
möcht' ich mich selbst, ja selbst umbringen.

Ein treu verliebtes Mädchen,
ihr Schatz hat sie verlassen;
sie fragt, ob er nicht bei uns war'.
Sie sucht ihn auf allen Straßen.
(Sprecher: Nein, er ist nicht hier.)

Schön, ach schön, jetzt willst du mich verlassen.
Gedenkst du nicht an jene Orte,
da du oft lange bei mir saß'st
und gabst mir süße Worte?
(Sprecher: Schweig, Kanaille!)

Und wenn ich eine Kanaille bin,
bist du der Schelm alleine.
Obgleich du dir eine andre nimmst,
so bleib ich stets die deine!
(Sprecher: Halt den Mund, oder ich schlage dich!)

Schlag nur zu auf meine Rosenwangen;
ich geh' dir nicht vom Leibe,
bis daß du sagst, zu welcher Stund'
du mich nehmen willst zum Weibe.
(Sprecher: Nehmen will ich dich,
aber jetzt hab' ich keine Zeit und auch kein Geld!)

Ihr Mädchen, nehmt euch wohl in acht,
Soldatenfleisch ist teuer;
Zuletzt wird man noch ausgelacht;
es gibt viel falsche Freier.
(Sprecher: Ich habe dir schon oft gesagt,
du sollst keinem Soldaten trauen.)

Und damit ist es abgemacht,
Schön Schätzchen, nun ist es vollbracht.