In der Waldschenke

(Wo lind des Waldes Lüfte weh'n)

Volkslied

Musiknoten zum Lied In der Waldschenke

Liedtext

Wo lind des Waldes Lüfte weh'n,
in hundertjähr'gen Bäumen,
da muß auch eine Schenke stehn,
zum Zechen und zum Träumen;
denn nirgends schmeckt ein Trunk so fein,
und sollt's auch nicht vom besten sein,
als wo die Bäume rausehen
im tiefen, heil'gen Wald.

Und dort, wo eine Schenke ragt
in Waldnacht still verborgen,
da muss auch eine schmucke Magd
den Durstigen versorgen;
da müssen auch zwei Äuglein
schön zur Einkehr traut entgegensehn,
dort, wo die Bäume rauschen
im tiefen, heil'gen Wald.

Ermattet von der Birsch und Hast,
wenn müde des Ermüdens,
macht gern der Weidmann kurze Rast
im Angesicht des Friedens;
das ist so deutschen Weidmanns Art,
zu heben jedes Blümlein zart,
so weit die Bäume rauschen
im tiefen, heil'gen Wald.

sanfte Maid, aus deiner Hand,
wie wird der Wein mich laben!
Nun steck' die Pfeife noch in Brand,
dann sollst du Ruhe haben!
Setz' dich ein Weilchen her zu mir,
und dann, mein Kind, erzähl' ich dir,
was dort die Bäume rauschen
im tiefen, heil'gen Wald.