Ich hab mir mein Weizen am Berg gesät

Auch bekannt unter dem Titel "Der böhmische Wind"

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Musiknoten zum Lied - Ich hab mir mein Weizen am Berg gesät

Ich hab mir mein Weizen am Berg gesät,
Berg gesät,
hat mir'n der böhmische Wind verweht,
Wind verweht,
hat mir'n der böhmische Wind verweht.

Böhmischer Wind, ich bitt dich schön,
laß mir mein Weizen am Berge stehn,
laß mir mein Weizen am Berge stehn.

Wenn ich kein Geld im Beutel hab,
geh ich ins Holz, schneid Reiser ab,
geh ich ins Holz, schneid Reiser ab.

Geh ich nach Haus, mach Besen draus,
krieg ich bald wieder Geld ins Haus,
krieg ich bald wieder Geld ins Haus.

Wenn ich den Besen gebunden hab,
geh ich die Straßen wohl auf und ab:
Leute, wer kauft mir Besen ab?

In einigen Publikationen wird auch die nachfolgende Strophe präsentiert:

Der Apfel ist sauer, ich mag ihn nicht,
's Mädel ist falsch, ich trau ihr nicht,
's Mädel ist falsch, ich trau ihr nicht.

Diese Strophe passt jedoch nicht zum Sinn der anderen Strophen.Denn wenn der arne Bauer, der das Lied singt, keinen Weizen geerntet hat, geht er in den Wald, um Reiser zu schneiden, weil er Reisigbesen binden will. Wenn er die verkauft, bekommt er Geld, mit dem er sich den Weizen kaufen kann, der ihm feht, weil ihn der böhmische Wind verweht hat. Das entspricht einer Realität im bayerischen Wald, die gar nicht so lange her ist.

Eine alternative Version findet sich im Liederhort unter dem Titel Der Besenbinder.

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