Herbstlied

(Wenn im Purpurschein blinkt der wilde Wein)

Volkslied

Musiknoten zum Lied Herbstlied

Liedtext

Wenn im Purpurschein blinkt der wilde Wein,
und am Bach die Weide steht bereift;
wenn die Zeitlos' blüht, wenn die Drossel zieht
und ihr Scheidelied vom Schlehdom pfeift.

Wenn in Wald und Feld
laut der Bracke bellt,
und das schlanke Reh verbluten muß;
|: wenn die Haselmaus
in ihr Winterhaus
schleppt die allerletzte Buchennuß; :|

Dann ade, ihr Felder,
Berge, Föhrenwälder,
Pfarrer, Förster,
Schultheiß, Müller, Back!
|: Hab' das Wandern satt,
ziehe nach der Stadt,
wo der Roland steht am Rathauseck. :|

Blondes Gretelein,
laß das Trauern sein!
Mit den Schwalben komm' ich wieder her;
|: sollt' ich sterben eh'r,
weine nicht so sehr,
weil es schad' um deine Äuglein wär'.:|