Frau Wirtin hatt' ein Töchterlein

(Es waren drei Scheimen und Spitzbuben)

Volkslied

Musiknoten zum Lied Frau Wirtin hatt' ein Töchterlein

Liedtext

Es waren drei Schelmen und Spitzbuben,
sie gaben sich für Herren und Grafen aus.

Sie marschierten vor einer Frau Wirtin Tür:
"Frau Wirtin, zapft sie auch Wein und Bier?"

"Ja Bier und Wein das haben wir genug,
wie ihr Herren es haben musst."

Frau Wirtin haut ein Töchterlein,
gar hübsch und fein, wie es muss sein,

"Frau Wirtin, ihr könnt schlafen gehn,
eure Tochter soll uns den Wein auftrohn."

Sie kochten der Frau Wirtin einen Trank,
dass sie vor Schlaf darnieder sank.
Der erste sprach: "Die Braut ist mein,
ich hab ihr gegeben ein golden Ringelein."

Der zweite sprach: »Die Braut ist mein,
ich habe es ihr gesteckt um das Fingerlein."

Der dritte sprach: "Die Braut ist wert,
dass wir sie teilen mit dem blanken Schwert."

Sie banden die Tochter auf einen Tisch.
Sie kriegten ihr heraus das Herzchen so frisch.

Sie teilten es bis auf das vierte Teil,
sie schickten der Frau Mutter das Häuptchen hinein.

Wie die Mutter das Häuptchen ansah,
das Herz ihr im Leibe zerbrach.