Falsche Liebe

(Es kann mich nichts Schönres erfreuen)

Volkslied

Musiknoten zum Lied Falsche Liebe

Liedtext

Es kann mich nichts Schönres erfreuen,
als wenn es der Sommer angeht;
da blühen die Rosen im Walde,
ju ja im Walde,
Soldaten marschieren ins Feld.

"Ach Schätzchen, was hab ich erfahren,
dass du es willst scheiden von mir?
willst ziehen wohl fremde Landstraßen,
ju ja Landstraßen:
wann kommst du wieder zu mir?"

Und als ich in fremde Land naus kam,
gedacht ich gleich wieder fort;
ach wär ich zu Hause geblieben,
ju ja geblieben
und hätte gehalten mein Wort!

Und als ich nun wieder nach Hause kam,
Feinsliebchen stand hinter der Tür:
"Gott grüß dich, du Hübsche, du Feine!
ju ja du Feine!
von Herzen gefallest du mir."

"Was brauch ich denn dir zu gefallen?
Ich hab ja schon längst einen Mann,
dazu einen hübschen und reichen,
ju ja und reichen,
der mich wohl ernähren kann."

Was zog er aus seiner Tasche?
ein Messer, war scharf und spitz;
er stach es Feinsliebchen ins Herze,
ju ja ins Herze,
das rote Blut gegen ihn spritzt.

Und als er es wieder heraußer zog,
von Blute war es so rot:
"Ach großer Gott vom Himmel,
ju ja vom Himmel,
wie bitter ist mir der Tod!"

So gehts, wenn zwei Knaben ein Mädel lieb hab'n,
das tut dir ja selten gut;
wir beide wir habens erfahren,
ju ja erfahren,
was falsche Liebe tut!