Es wollt' ein Bauer früh aufstehn

Volkslied (19. Jh.)

Volksweise (19. Jh.)

Musiknoten zum Lied Es wollt' ein Bauer früh aufstehn

Liedtext

Es wollt' ein Bauer früh aufstehn,
es wollt' ein Bauer früh aufstehn,
wollt' naus' in seinen Acker gehn.
Falitiriti ritumta, falitira

Und als der Bauer vom Acker kam,
kam ihn ein großer Hunger an.

Frau Lisichen! was kocht sie dann?
Ein Erdäpfelbrei und Zwetschgen dran.

Und als der Bauer saß und aß,
da rumpelt in der Kammer was.

Die Frau die sprach: Es ist der Wind,
der sich in uns'rer Kammer fängt.

Der Bauer sprach: Will selber sehn,
will selber 'naus mein Kammer gehn.

Und als der Bau'r in die Kammer kam,
stand der Pfaff da, zog sein' Hosen an.

Ei Pfaff! Was machst du in meinem Haus?
Ich werf dich sogleich hinaus!

Der Pfaff der sprach: Was ich verricht'?
Dein Frau die kann die Beicht noch nicht.

Ei, kann mein' Frau die Beicht noch nicht,
warum kommst du's bei Tage nicht?

Der Bauer erwischt ein Ofenscheit
und haut den Pfaffen, daß er schreit.

Der Bauer erwischt den Rechenstiel
und haut den Pfaffen, daß er fiel.