Dort unt'n im Tale, wo der Ostwind wehte

Volkslied

Musiknoten zum Lied Dort unt'n im Tale, wo der Ostwind wehte

Liedtext

Dort unt'n im Tale, wo der Ostwind wehte
da stand Luise am Blumenbeete.
Da stand 'ne Blume so weiß wie Schnee, ja Schnee,
|: so eine Blume hab' ich noch nie gesehn. :|

Ich wollt' sie pflücken aus voller Lust,
ich wollt' sie drücken an meine Brust,
da sprach die Blume: "Verschone mich, ja mich,
ich blüh' am Morgen viel schöner noch für dich!"

Am andern Morgen vor Tagesgrauen
da ging Luise die Blum' zu schauen.
Da stand die Blume ganz blätterleer, ja leer:
"Ich hab' geliebet, ich liebe jetzt nicht mehr."

Ich hab' geliebet, ich hab' gehoffet,
die schönsten Stunden, sie sind verschwunden,
kann nicht mehr lieben, kann nicht mehr glücklich sein.
Die schönste Blume, die heißt Vergißnichtmein.