Die Fisch im Wasser wohnen

Volkslied (1603)

Musiknoten zum Lied Die Fisch im Wasser wohnen

Liedtext

Die Fisch im Wasser wohnen,
das Gewild wohl in dem Wald.
So halten sie zusammen
die Menschen jung und alt;
damit sie sich tun mehren
gar viel und manigfalt,
damit sie sich tun mehren
gar viel und manigfalt.

Beid Jung und Jung zum scherzen
gehört allzeit zusamm;
in ihrer beiden herzen
brennen die Liebesflamm`n,
doch daß soliches Alles
gescheh in Gottes Nam`n,
doch daß soliches Alles
gescheh in Gottes Nam`n.

Das Jung und auch das Alte
sich ihm nit reimen woll:
Das Alt ist ungestalte,
das Jung ist freudenvoll:
Darum auch seines Gleichen
ein Jeder nehmen soll;
Darum auch seines Gleichen
ein Jeder nehmen soll.

Zwei rosinfarben Mündelein,
vier Äuglein hell und klar,
auch zwei liebhabend Herzelein,
goldfarbes krauses Haar,
gehörn allzeit zusammen,
sag ich stetigs fürwahr,
gehörn allzeit zusammen,
sag ich stetigs fürwahr.

Die Händlein weiß wie Kreiden,
der Hals wie Helfenbein,
der ganze Leib wie Seiden,
zwei braune Äugelein,
ja also wohlformiret,
schöne rund Brüstelein,
ja also wohlformiret,
schöne rund Brüstelein.

Fromm, freundlich und auch ehrlich:
Darzu ganz tugendsam,
sag ich ganz ungefährlich,
das ist ein guter Nam,
und tut ein Jungfrau zieren
gar hoch und wundersam,
und tut ein Jungfrau zieren
gar hoch und wundersam.

Solch Tugend hoch ob allen
an euch, Jungfräuelein,
tut mir so wohlgefallen,
ach herzigs Herzelein,
seid wohlbekannt, doch unbenannt:
Laßt mich euer Diener sein!
Seid wohlbekannt, doch unbenannt:
Laßt mich euer Diener sein!