Des Abends in der Stille

Volkslied (19. Jh.)

Volksweise (19. Jh.)

Musiknoten zum Lied Des Abends in der Stille

Liedtext

Des Abends in der Stille
verschließ' ich meine Tür,
und mit einem Gerstenhalme
Feinsliebchen stand dafür.

Schließe nicht so feste zu,
mein allerherztausiger Schatz,
ei so muß ich ja im Garten,
im kühlen Nebel stehn.

Die Blätter von dem Rosenstock,
die decken mich so warm,
bis daß ich von der Lieb abscheide,
und daß sich Gott erbarm.

Wer ein Lämmlein weiden will,
der muß ein Schäfer sein.
Der muß weiden viele Tausend,
muß lieben eins allein.

Wer ein Mädchen lieben will,
das muß ein Jüngling sein.
Der muß weiden viele Tausend,
muß lieben eins allein.