Der Wildschütz

(Das Jagen das ist ja mein Leben)

Volkslied (18. Jh.)

Volksweise (18. Jh.)

Musiknoten zum Lied Der Wildschütz

Liedtext

Das Jagen das ist ja mein Leben,
drum hab' ich mich gänzlich ergeben in dem Wald.
Ich geh das Wildschwein schießen, laß mich nicht verdrießen,
mit Pulver und Blei, im Wald sind wir frei.

Und als ich in den grünen Wald kam,
da sah ich ein Hirschlein von ferne da stehn.
Meine Büchse muß knallen, das Hirschlein muß fallen
von Pulver und Blei. Im Wald sind wir frei.

Und als ich das Hirschlein geschossen,
da kam gleich der Jäger gelaufen daher.
Ich fürcht keinen Jäger, keinen Hund, keinen Degen,
o Jäger halt ein, das Hirschlein ist mein.

Ach Jäger geh, pack dich von dannen,
sonst wird dir dein Leben genommen in dem Wald.
Gibts nichts mehr zu jagen, dann leg ich mich schlafen
begeb mich zur Ruh, meine Büchse dazu.

Und wenn mich der Hunger tut plagen,
so tu doch niemals verzagen in dem Wald.
So lang mir das Leben mein Gott hat gegeben,
so lang laß ich nicht das Jagen im Stich.

Nun tut sich die finstere Nacht schleichen
die Sterne am Himmel sie leuchten so hell
nun gibt’s nichts zu jagen,
drum legn wir uns schlafen
und begeben uns zur Ruh
mein Stutzerl dazu.