Der Morgen im Lenze

(Wie reizend, wie wonnig ist alles umher!)

Wilhelm Gottlieb Becker

Musiknoten zum Lied Der Morgen im Lenze

Liedtext

Wie reizend, wie wonnig ist alles umher!
Am Hügel wie sonnig, wie schattig am Wehr!
Dort spiegeln sich Erlen im blauen Krystall;
hier wiegen sich Schmerlen im tosenden Fall.

Wie grünet die Aue
so lieblich und mild!
Wie pranget im Taue
das Blumengefild!
Schon kleidet die Beere
sich würzig in Rot;
schon schwillet die Ähre
des Segens zu Brot.

Der Birkenbusch wanket
am flüsternden Hain;
die Brombeer' umranket
das Felsengestein.
Die Bienen besummen
die Matten entlang;
die Frösche verstummen
vor Lerchengesang.

Wie wonnig ist alles,
wie alles so hehr!
das Rauschen des Falles,
der Schatten am Wehr!
Allüberall bieten
sich Freuden uns an,
zu schmücken hienieden
die irdische Bahn.