Brüder, wacht! Habet acht!

Wilhelm August Wohlbrück

Musiknoten zum Lied Brüder, wacht! Habet acht!

Liedtext

Brüder, wacht! Habet acht!
Hörnerklang erschallt!
Schon entweicht, die finstre Nacht,
frisch zum grünen Wald.
Hallo! Stärkend ist die Morgenluft,
munter fort durch Berg und Kluft!
Reh' und Hirsehe springen auf,
Jäger nach im raschen Lauf!
Mägdelein, zart und fein,
jagt man gerne auch.
Stürzt das Wild, rasch hinterdrein,
das ist Jägers Brauch.
Hallo! Mägdelein, zart und fein,
jagt man gerne auch.
Stürzt das Wild, rasch hinterdrein!
Das ist Jägers Brauch.
Hallo! Trara!

Immer so, frisch und froh
jagt man durch den Wald!
Hussa, hussa und hallo!
wie das Hörn erschallt! Hallo!
In der Mittagssonne Glut
suchet man die blaue Flut,
frischt die Glieder müd' und matt
in dem kühlen Wellenbad!
Mägdelein, schlank und fein,
bad't sich tief versteckt.
Hui, wie plumpt's ins Wasser 'nein,
wenn's der Jäger schreckt.
Hallo! Mägdelein, schlank und fein,
bad't sich tief versteckt.
Hui, wie plumpt's ins Wasser 'nein,
wenn's der Jäger schreckt.
Trara!

Stolz einher, beuteschwer
zieht man aus dem Wald,
singend bei der Wiederkehr,
daß es froh erschallt.
Hallo! Hirsch' und Rehe, gute Nacht!
unser Tagwerk ist vollbracht.
Flur und Wald im Mondenschein
laden uns zur Ruhe ein!
Liebchen, du schläfst in Ruh'
auch bei Sternenschein;
schlössest mir die Türe zu:
rasch zum Fenster 'nein!
Oho! Liebchen, du schläfst in Ruh'
auch bei Sternenschein;
schlössest mir die Türe zu:
rasch zum Fenster 'nein!
Trara!