Bald gras' ich am Neckar

Volkslied (18. Jh.)

Die ersten beiden Strophen waren bereits im 18. Jahrhundert bekannt. Die restlichen Strophen wurden um 1830 hinzugefügt und mit einer Volksweise unterlegt.

Volksweise (vor 1830)

Musiknoten zum Lied Bald gras' ich am Neckar

Liedtext

Bald gras' ich am Neckar,
bald gras' ich am Rhein;
bald hab' ich ein Schätzel,
bald bin ich allein.

Was hilft mir das Grasen,
denn d'Sichel nicht schneid't;
was hilft mir das Schätzel,
wenn's bei mir nicht bleibt.

Und soll ich denn grasen,
am Neckar, am Rhein;
so werf' ich mein schönes
Goldringlein hinein.

Es fließet im Neckar,
es fließet im Rhein;
soll schwimmen hinunter
ins tiefe Meer 'nein.

Und schwimmt das Goldringlein,
so frißt es ein Fisch;
das Fischlein soll kommen
auf'n König sein' Tisch.

Der König tut fragen:
wem's Ringlein soll sein;
da tut mein Schatz sagen:
s' Ringlein g'hört mein.

Mein Schätzel tut springen,
bergauf und bergein,
tut wiederum bringen,
das Goldringlein fein.

Kannst grasen am Neckar,
kannst grasen am Rhein,
wirf du mir nur immer
dein Ringlein hinein!