Es hat e Buur es Töchterli

Volkslied (18. Jh.)

Volksweise (18. Jh.)

Musiknoten zum Lied Es hat e Buur es Töchterli

Liedtext

Es hat e Buur es Töchterli,
mit Name heißt es Babeli;
es hat zweu Züpfli gelb wie Gold,
drum ist ihm au der Dursli hold.

Der Dursli geit dem Aetti an:
O Aetti, wotsch mer d's Babeli la?
O nei! o nei! o Dursli my,
mis Babeli isch no viel zu chly!

O Mueti, liebstes Mueti my,
cha d's Babeli no nit g'hürat sy?
Mis Babeli isch no viel zu chlei,
es schlaft dies Johr no sanft allei.

Der Dursli lauft i vollem Zorn
wol in die Stadt ga Solothurn;
er lauft die Gasse-n-in und us,
bis daß er chumt vor d's Hauptmas Huus.

O Hauptma, lieber Hauptma my!
Bruchst de ke Chnecht i Flandre-n-y?
O ja, o ja, a Dursli my!
I dinge di i Flandre-n-y.

Der Dursli geit jitz wieder hei,
hei zu sine liebe Babeli chlei:
o Aetti, o Mueti, o Babeli my!
Jitz ha-n-i dinget i Flandre-n-y.

Das Babeli geit wol hingers Huus,
es grint ihm fast die Aeugleni us:
Ach Dursli, liebe Dursle my!
So hest du dinget i Flandre-n-y?

O Babeli, tue doch nit e so!
I will d's Jahr wieder umhi cho
und will bim Aetti frage-n-a,
oeb er mir d's Babeli deh well la?

U cha-n-i deh nit selber cho,
will die es Briefli schrybe lo,
darinne soll geschriebe stah:
mys Babeli wott i nit verla.

U wenn der Himmel papierig wär,
und e jede Sterne-n-e Schryber wär,
u jedere Schryber hätt sibe Händ:
Si schriebe doch alli mir Liebi kes End!