1. |
Es trieb ein Schäfer den Berg hinan, der Edelmann ihm entgegen kam, bei di-del-dum da, bei hop-sa-sa-sa! Der Edelmann ihm entgegen kam.
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2. |
Der Edelmann nahm den Hut wohl ab und bot dem Schäfer ein schönen gut'n Tag. |
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3. |
"Ach, Edelmann, laß dein Hütchen stohn, Ich bin ein armer Schäferssohn." |
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4. |
"Bist du ein armer Schäferssohn, wie kannst du denn Edelmanns Kleider tragn?« |
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5. |
"Ei, Edelmanns Kleider die kann ich tragn, dieweil sie mein Vater bezahlen kann.« |
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6. |
"Kann sie dein Vater mit Geld bezahl'n, so sollst du meine jüngste Tochter heirat'n." |
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7. |
"Ach wär deine Tochter ehrlich und fromm, so freit sie nicht ein Schäferssohn." |
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8. |
Der Edelmann faßt ein grimmigen Zorn und warf den Schäfer in tiefsten Turm. |
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9. |
Und als der Vater das wurde gewahr, setzt er sich auf und fuhr alldar: |
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10. |
"Ach, Edelmann, schenk meinem Sohn das Leben, dreihundert Taler, die will ich dir gebn." |
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11. |
"Dreihundert Taler ist mir kein Geld, der Schäfer muß sterben, wenns mir gefällt!" |
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12. |
Und als die Mutter das wurde gewahr, setzt sie sich auf und fuhr alldar: "Ach, Edelmann, schenk meinem Sohn das Lebn, sechshundert Taler, die will ich dir gebn." |
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13. |
"Sechshundert Taler ist mir kein Geld, der Schäfer muß sterben, wenns mir gefällt!" |
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14. |
Und als die Schwester das wurde gewahr, setzt sie sich auf und fuhr alldar: |
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15. |
"Ach Edelmann, schenk meinem Bruder das Lebn, eine Tonne Goldes will ich dir gebn." |
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16. |
"Eine Tonne Goldes ist mir kein Geld, der Schäfer muß sterben, wenns mir gefällt!" |
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17. |
Und als sein Liebste das wurde gewahr, setzt sie sich auf und fuhr alldar: |
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18. |
"Ach, Edelmann, schenk meinem Liebsten das Lebn, eine Perlenkron, die will ich dir gebn." |
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19. |
Eine Perlenkron, die war schon gut, der Schäfer zog hin mit frischem Mut. |
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