Der Leutnant von der Garde

(Sie war ein Mädchen voller Güte)

Volkslied

Musiknoten zum Lied Der Leutnant von der Garde

Liedtext

Sie war ein Mädchen voller Güte
und naschen tat sie auch sehr gern,
bekam so manche Zuckertüte
von einem hübschen jungen Herrn.
Da rief sie: "Heimat, süße Heimat,
wann werden wir uns wiedersehn.
Heimat, süße Heimat,
wann werden wir uns wiedersehn?"

Da kam der Leutnant von der Garde
Und lud sie ein zum Maskenball:
"Bei uns ist heute Maskerade,
Und du sollst meine Tänzrin sein."
Da rief sie: "Heimat, süße Heimat,
Wann werden wir uns wiedersehn?"

Vom vielen Tanzen ward sie müde,
Sie legt sich nieder auf ein Bett,
Da kam der Leutnant von der Garde
Und raubte ihr die Unschuld weg.
Da rief sie: »Heimat, süße Heimat,
Wann werden wir uns wiedersehn!«

In Stücke wollte sie sich reißen,
ins tiefe Wasser wollt sie gehn.
Jedoch der Rhein war zugefroren,
und keine Öffnung war zu sehn.
Da rief sie: "Heimat, süße Heimat,
Wann werden wir uns wiedersehn?"

Da kam der Leutnant von der Garde
und sprach zu ihr: "Mein liebes Kind,
mit dem Ertrinken musst du warten,
bis dass die Wasser offen sind."
Da rief sie: "Heimat, süße Heimat,
Wann werden wir uns wiedersehn.'"

Nun hat sie all ihr Glück verloren,
nun ging sie heim ins Vaterland,
dort hat sie dann das Kind geboren,
den Vater hat es nie gekannt.
Da rief sie: "Heimat, süße Heimat,
Wann werden wir uns wiedersehn?"