Ich hab mir einen Kranz gepflückt
von Rosen rot und weiß;
ich will mir suchen einen Schatz,
will sehn, wer einen weiß.
Ich bin schon achtzehn Jahre alt
und brauche einen Mann;
ich will den Kuckuck fragen gehn,
wie fang ich es wohl an.
Der Kuckuck sagt, er weiß es nicht,
hat selber keine Frau;
so geh ich zu der Nachtigall,
wenn abends fällt der Tau.
Die Nachtigall, die weiß es nicht,
ihr Mann ist lange tot;
drum singt sie lauter Traurigkeit,
drum singt sie lauter Not.
Der Kuckuck und die Nachtigall,
die singen ach und weh;
und ich steh da und bin allein
im Gras und grünem Klee.