Carl Maria Freiherr von Weber

Carl Maria Weber wurde am 18. Dezember 1786 als Sohn eines Stadtmusikanten in Eutin und ehemaligen Offiziers geboren. Mit seinem Vater, der sich zwei Jahre später einer wandernden Theatertruppe anschloss, zog er durch ganz Deutschland und wuchs sozusagen mitten zwischen den Kulissen auf. Seinen ersten Unterricht erhielt er bei dem Organisten Heuschel in Hildburghausen, dann bei Michael Haydn in Salzburg. Bei diesem unsteten Wanderleben blieb Weber längere Zeit in München, Freiberg in Sachsen (erste Oper "Das stumme Waldmännchen") und Wien, wo Abt Vogler ihn unterrichtete. Von hier aus kam der junge Musiker schon mit 18 Jahren als Kapellmeister nach Breslau. Doch auch dort blieb Weber nicht lange, sondern zog als Hofsekretär und Musiklehrer zu Herzog Ludwig nach Stuttgart; eine Stellung, aus der er jedoch durch den Leichtsinn seines Vaters heraus getrieben wurde.

Carl Maria Webers Oper "Sivana" (1810 Frankfurt am Main) machte seinen Namen zuerst in weiten Kreisen bekannt. Nach erneuten Studien bei Abt Vogler (jetzt in Darmstadt, wo eine neue Oper "Abu Hassan" entstand) und Reisen als Klaviervirtuose fand er 1813 eine Stellung als Operndirektor in Prag, dessen Bühne er bald auf künstlerische Höhe brachte.

Die Befreiungskriege regten den Musiker zur Schaffung seiner nationalen Gesänge an, die bald in aller Munde waren; darunter so bekannte Lieder wie "Leier und Schwert", "Lützows wilde Jagd", "Schwertlied" u.a.

1817 ging Carl Maria Weber nach Dresden, wo er als Kapellmeister an der deutschen Oper tapfer die nationale Sache vertrat. Hier begann er noch im selben Jahr die Vertonung des "Freischütz", der aber erst 1820 vollendet wurde. Daneben schrieb er seine Musik zu P. A. Wolfs Schauspiel "Preziosa", von der noch heute manche Nummern sehr beliebt sind. Die Uraufführung des "Freischütz" in Berlin am 18. Juli 1821 wurde eines der wichtigsten Ereignisse der Musikgeschichte.

Im nächsten Jahre erhielt Weber einen Auftrag, für die Wiener Bühne eine "große Oper" zu schreiben. Es entstand die "Euryanthe", deren Erstaufführung in Wien 1823 trotz anfänglicher Begeisterung keinen nachhaltigen Erfolg erzielte. Trotz schwerer körperlichen Leiden reiste der Meister im Frühjahr 1826 nach London, um dort persönlich die Aufführung seiner neuen Oper "Oberon" zu leiten. Wenige Wochen darauf starb Carl Maria Weber am 5. Juni 1826 in Englands Hauptstadt London. Erst 1844 wurden seine sterbliche Reste nach Dresden überführt.