Als ich an einem Sommertag

Volkslied (19. Jh.)

Volksweise (19. Jh.)

Musiknoten zum Lied Als ich an einem Sommertag

Liedtext

Als ich an einem Sommertag,
hurrah, hurrah, hurrah!
im grünen Wald im Schatten lag,
hurrah, hurrah, hurrah!
Sah ich von fern ein Mädchen stehn,
die war ganz unvergleichlich schön.
Und alles mit hurrah!
Hurrah, hurrah, hurallerallera, hurrah hurrah, hurallerallera

Und als das Mädchen mich erblickt,
hurrah!
Nahm sie die Flucht in Wald zurück.
Hurrah!
Ich aber eilte auf sie zu
und sprach: Mein Kind, was fliehst du?
Und alles mit hurrah!

Sie sprach: Mein Herr ich kenn' euch nicht,
hurrah!
Ich fürcht ein Mannsbild-Angesicht.
Hurrah!
Denn meine Mutter sagt' es mir:
ein Mannsbild sei ein wildes Tier.
Und alles mit hurrah!

Mein Kind, glaub' du der Mutter nicht!
Hurrah!
Lieb nur ein schönes Angesicht.
Hurrah!
Deine Mutter ist ein altes Weib,
drum hasset sie uns junge Leut'.
Und alles mir hurrah!

Mein Herr, wenn das die Wahrheit ist.
hurrah!
so glaub' ich meiner Mutter nicht.
Hurrah!
So setz' er sich, mein schöner Herr,
zu mir auf's Gras ein wenig her!
Und alles mit hurrah!

Ich setzte mich an ihre Seit',
hurrah!
Da war sie voller Zärtlichkeit.
Hurrah!
Ich drückte sie an Brust und Mund,
da war sie voller Herzenslust.
Und alles mit hurrah!

Da kann man sehn, wie Mädchen sein,
hurrah!
Sie geben sich geduldig drein!
Hurrah!
Und stellt man sich ein wenig dumm,
so fallen sie von selber um.
Und alles mit hurrah!