Das Weihnachtsfest

Weihnachten, das Fest der Ankunft Jesus Christus, wurde, so wie wir es heute kennen, erst 354 nach Christus zum ersten Mal in Rom gefeiert.

Da in der Bibel kein genauer Tag für die Geburt von Jesus Christus dokumentiert ist, wurde erst im 4. Jahrhundert ein Datum für Weihnachten festgelegt - und zwar der 25. Dezember. Das ist bis heute der eigentliche (erste) Weihnachtstag. Er ist in vielen Staaten ein gesetzlicher Feiertag und bereits seit 336 ein kirchlicher Feiertag.

In Deutschland und vielen anderen Ländern kommt mit dem 26. Dezember ein zweiter Weihnachtstag hinzu. Er wird auch Stephanstag genannt.

Im Rahmen dieser Feierlichkeiten ist der 24. Dezember das was auch sein umgangssprachlicher Name besagt: der Heilige Abend, der Tag vor Weihnachten.

Während vor allem im amerikanischen Kulturraum Weihnachten tatsächlich erst am 25. Dezember um Mitternacht beginnt, hat sich in Deutschland der Heilige Abend einen festen Platz erobert. Es ist der Tag an dem das Christkind den (braven) Kindern Geschenke bringt. Und für viele Menschen ist es der Weihnachtstag schlechthin. Schon lange vorher wird der Weihnachtsbaum geschmückt, es werden Geschenke unter den Baum gelegt - und die Kinder warten sehnsüchtig auf das Christkind.

Für viele Familien beginnt Weihnachten bereits am frühen Nachmittag des 24. Dezember, wenn sie mit ihrer gesamten Familie einen Familiengottesdienst besuchen. Erst danach erfolgt gegen Abend das Anzünden der Kerzen am Weihnachtsbaum und die Bescherung durch das Christkind.

Für die meisten Familien ist damit aber auch schon der Höhepunkt des Weihnachtsfests erreicht. Während die Kinder der Bescherung entgegenfieberten und nun mit den Geschenken glücklich oder enttäuscht sind, legt sich bei den Eltern der Stress der Weihnachtsvorbereitungen. Es kehrt Ruhe ein; die Zeit der Besinnung kann beginnen.