Seht, wie die Sonne dort sinket

Karl Kummerel (um 1847)

Volksweise (18. Jh.)

Musiknoten zum Lied Seht, wie die Sonne dort sinket

Liedtext

Seht, wie die Sonne dort sinket
hinter dem nächtlichen Wald!
Glöckchen zur Ruhe und winket:
hört nur, wie lieblich es schallt!
Trauliches Glöcklein, du läutest so schön!
Hört ihr das Glöcklein? Es läutet zur Ruh'!
Läute, mein Glöcklein, nur zu,
läute zur seligen Ruh`!

Hört ihr das Blöken der Lämmer?
Kühlende Lüfte schon wehn.
Sehet, es fängt an zu dämmern,
lasset zur Hütte uns gehn!

Dörfchen, sei uns willkommen,
heut ist die Arbeit vollbracht,
freundlich sind wir aufgenommen,
seht, wie der Abendstern lacht!

Der Text zu Seht, wie die Sonne sinket wird Karl Kummerel (1822–1857) zugeschrieben, der diesen wohl um 1847 auf eine ältere, aus Thürigen stammende, Melodie legte, nach der auch Süßer die Glocken nie klingen gesungen wird.