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Thema: Lieder über Wald und Heide

Sehnsucht nach dem Walde

  Musik Volksweise
  Text Ludwig von Wildungen

 

1. 

Zum Wald, zum Wald, da steht mein Sinn
so einzig, ach! so einzig hin!
|: Da lebt man glücklich frei und froh,
und nirgends, nirgends lebt man so! :|

 

2. 

Geliebter Forst, mit mir vertraut,
wie mit dem Bräutigam die Braut,
|: dich lieb' ich nur, dir bleib' ich treu;
denn ewig bist du schön und neu! :|

 

3. 

Schön bist du, wenn der Lenz dich schmückt,
dein junges Grün mein Aug' entzückt
|: und deiner Sänger Lied erschallt,
daß froh das Echo widerhallt. :!

 

4. 

Im heißen Sommer such' ich dich,
dann birgt dein kühler Schatten mich,
|: dann labt im traulichen Gebüsch
mich manches Quellchen kühl und frisch. :|

 

5. 

Im Herbste prangst du schön schattiert,
mit neuen Reizen ausgeziert,
|: bis Boreas, der dich entlaubt,
dich deines letzten Schmucks beraubt. :|

 

6. 

Doch auch im Winter lächelst du
dem rüst'gen Jäger freundlich zu,
|: wenn Schnee, der nur den Weichling schreckt,
des Wildes Fährten ihm entdeckt. :|

 

7. 

O, wunderselig ist der Mann,
der deinem Dienst sich weihen kann!
|: Mir Glücklichem ward dieses Heil
nach langem Schmachten noch zu teil. :|

 

8. 

Im selbst erzog'nen Lärchenhain
soll einst mein stilles Grabmal sein!
|:Zum Wald, zum Wald, da steht mein Sinn
so einzig - ach! so einzig hin. :|

 
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