Lang, lang ist's her

(Sag mir das Wort, das einst mich hat betört)

Das irische Volkslied "Teil me the tales" wurde im 18. Jahrhundert in der deutschen Übersetzung Lang, lang ist's her so populär, dass es den Charakter eines Volksliedes gewann. Inzwischen kursieren diverse Textversionen.

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Musiknoten zum Lied - Lang, lang ist's her

Sag mir das Wort, das einst mich hat betört,
lang, lang ist's her, lang ist's her.
Sing mir das Lied, das ich einst so gern gehört,
lang, lang ist's her, lang ist's her.
Dich und mein Glück all' du wieder mir gibst,
weiß ja nicht mehr, wie lang du ausbliebst,
weiß ja nur noch, daß du einst mich geliebt.
Lang, lang ist's her, lang ist's her.

Denk an dein Lied, das du scheidend mir geklagt,
lang, lang ist's her, lang ist's her.
Weißt du das Wort, das weinend ich dir gesagt?
Lang, lang ist's her, lang ist's her.
Kehre, o keehre zu mir bald zurück,
bei dir allein, ach bei dir ist mein Glück.
Weißt du ja noch, daß du dereinst mich hast geliebt!
Lang, lang ist's her, lang ist's her.

Lang, lang ist’s her, im englischen Original »Long, long ago«, vom englischen Komponisten Thomas Haynes Bayly wurde seit 1855 in Deutschland in der Übersetzung von Wilhelm Weidling zum weitverbreiteten volkstümlichen Lied.

Aber bereits Ludwig Erk gab in seinem Deutschen Liederschatz eine abweichende Textversion wieder. Ebenso Franz Magnus Böhme in seinem Werk Volkstümliche Lieder der Deutschen.

Wilhelm Weidlings Übersetzung lautet:

Weisst du wohl noch, was du einst mir gesagt
lang, lang ist´s her
als du so schüchtern dein Leid geklagt?
Lang, ach gar lang ist es her!
Nimmer vergess ich die selige Zeit
da du voll Liebe dein Herz mir geweiht
Ach, jenes Glück gedenk ich noch heut
lang, lang ist's her!

Kennst du den stillen, heimlichen Ort
lang, lang ist's her
wo wir einst gegeben das Wort?
Lang, ach gar lang ist es her!
Jeglichem Glück zogst mein Lächeln du vor
selig nur lauscht deinen Tönen mein Ohr.
Noch jauchzt mein Herz, weil das deine es erkor
lang, lang ist's her!

Sing mir noch einmal den holden Gesang
lang, lang ist's her
der einst so innig zum Herzen mir drang
Lang, ach gar lang ist es her!
Ach, jeder Ton hat dein Wort mir erneut
dass du voll Treue dein Herz mir geweiht.
Nimmer vergess ich die selige Zeit
lang, lang ist’s her!

Ludwig Erks Textversion in Deutscher Liederschatz lautet:

Sag mir das Wort
dem so gern ich gelauscht
lang, lang ist 's her, lang ist 's her!
Sing mir das Lied,
das so oft mich betört.
lang, lang ist 's her, lang ist 's her!
Nun du bei mir, ist mein Kummer entflohn
lang bliebst du fort:
ich vergeb es dir schon!
Gönn ' mir wie einst deiner Lieb ' süßen Ton,
lang, lang ist 's her, lang ist 's her!

Kennst du den stillen, heimlichen Ort
lang, lang ist 's her, lang ist 's her!
wo wir einst gegeben das Wort?
lang, lang ist 's her, lang ist 's her!
Jeglichem Glück zogst mein Lächeln du vor
selig nur lauscht deinen Tönen mein Ohr.
Noch jauchzt mein Herz, weil das deine es erkor
lang, lang ist 's her, lang ist 's her!

Gütig hast du meine Hoffnung genährt
lang, lang ist´s her, lang ist 's her!
wenn auch beredeter Mund dich geehrt,
lang, lang ist 's her, lang ist 's her!
wenn auch Versuchung die Treue berückt,
lauscht ich nicht stets deinen Worten entzückt,
war ja bei dir ach so innig beglückt
lang, lang ist 's her, lang ist 's her.

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