Jetzt gang i ans Brünnele

Volkslied (18. Jh.)

Der Komponist und Musikpädagoge Friedrich Silcher (1789-1860) erarbeitete die heute bekannte Melodie auf der Basis einer älteren Volksweise.

Volksweise (19. Jh.)

Musiknoten zum Lied Jetzt gang i ans Brünnele

Liedtext

Jetzt gang i ans Brünnele,
trink aber nit,
Jetzt gang i ans Brünnele,
trink aber nit.
Da such ich mein herztausigen Schatz,
find'n aber nit,
da such ich mein herztausigen Schatz,
find'n aber nit.

Do lass i mei Äugele
um und um mich gehn,
do sieh i mein herztausigen Schatz
bei 'nem andren stehn.

Bei 'nem anderen stehen sehn,
ach, das tut weh.
B'hüt di Gott, mein herztausiger Schatz,
di b'sieh i nimmermeh'.

Jetzt leg i mi nieder
aufs Heu und aufs Stroh;
do falle drei Rösele
mir in den Schoß.

Und diese drei Rösele
sind blutig rot.
Jetzt weiß i net, lebt mei Schatz,
oder ist er tot?