Immer feucht sei meine Kehle

Volkslied

Musiknoten zum Lied Immer feucht sei meine Kehle

Liedtext

Immer feucht sei meine Kehle
und der Becher nicht zu klein!
Nur Philister und Kamele
können lange durstig sein.
Gute Menschen müssen singen
wie die lieben Engelein;
darum sei vor allen Dingen
unser Leib vom Staube rein.

Freunde, lernet von den Fröschen,
diesem Sänger-Lumpenpack,
allen Erdenstaub zu löschen,
der den Schlund beschweren mag.
Trinke! wem Gesang gegeben,
trinke! wer nicht singen kann;
euch zum Himmel zu erheben
feuchtet eure Schwingen an!

Charon selbst am dunkeln Styxe
trinket Lethe und begehrt
erst ein Trinkgeld in die Büchse,
eh' er uns hinüberfahrt.
Laßt den Alten durstig werden,
warten mag der Grobian:
denn am längsten lebt auf Erden,
wer am längsten trinken kann.