Ihr Brüder, glimmt die Pfeifen an

Volkslied

Musiknoten zum Lied Ihr Brüder, glimmt die Pfeifen an

Liedtext

Ihr Brüder, glimmt die Pfeifen an
und dämmert frei und flott!
Wer noch ein Pfeifchen schmauchen kann,
der ist noch nicht bankrott.
Durchs ganze Leben bis zur Gruft,
im schweren Lebenskampf;
|: verhülle uns wie Weihrauchduft
der blaue Knasterdampf! :|

Und wenn die Sonne niedersinkt
in Purpur und in Gold;
die Pfeife aus der Ecke winkt
so traulich und so hold;
wenn sich vom weichen Kanapee
im wunderlichen Kampf
|: die Wolken ringeln in die Höh'
von blauem Knasterdampf. :|

Wie ist das Leben dann so schön,
wie sind wir dann so froh!
ob wir in Daunen ruhen aus,
ob auf dem Sack voll Stroh.
Wie schwindet Sorge dann und Not,
wie leicht wird uns der Kampf!
|: Getrost erwarten wir den Tod,
verhüllt in Knasterdampf. :|

Den Weibern wird das Zuckerrohr
und Kaffee angebaut,
uns Männern aber wächst allein
das edle Knasterkraut.
Und wenn beim Weiberkaffeeschmaus
entsteht ein Zungenkampf,
|: dann lachen wir sie weidlich aus
beim blauen Knasterdampf. :|

Drum, wenn die Sorge schwinden soll,
der Kummer hören auf,
dann, Brüder, stopft die Pfeifen voll
und tuet Feuer drauf,
und waget froh dann im Verein
selbst mit der Höh' den Kampf,
|: denn nichts kann uns gefährlich sein
im blauen Knasterdampf! :|