| 1. |
Die Sonne sank im Westen und mit ihr schwand die Schlacht. Sie hüllt in ihren Schleier die dunkle kühle Nacht. |
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2. |
Und unter allen Toten lag sterbend ein Soldat, und neben ihm zur Seite, da kniet sein Kamerad. |
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3. |
Er neigt sein Haupt zum andern, der sterbend zu ihm spricht: Nimm hin, geliebter Bruder, was mir am Herzen liegt! |
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4. |
Nimm diesen Ring vom Finger, wenn ich gestorben bin, und alle meine Briefe, die im Tornister sind. |
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5. |
Und sollte dich einst führen zur Heimat das Geschick, so gebe meinem Liebchen das teure Pfand zurück! |
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6. |
Sag ihm, daß ich gestorben bei Sedan in der Schlacht, und in den letzten Zügen der Treusten noch gedacht. |
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7. |
Und sollte sie nach Jahren einst einen andern frein, so soll sie oftmals denken an den gefall'nen Freund. |
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8. |
Und bin ich auch geblieben bei Sedan in der Schlacht, werd' ich im Himmel beten noch für ihr fernres Glück. |
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9. |
Komm her, geliebter Bruder, und nimm den Abschiedskuß: Ich fühle, daß ich sterbe von ihr nun scheiden muß. |
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10. |
Er legt sich ruhig nieder, der teure tapfre Held, und streckt die matten Glieder bei Sedan auf dem Feld. |
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11. |
Und Sonne, Mond und Sterne mit ihrem Silberlicht, die leuchten dem Soldaten ins blasse Augenlicht. |
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