Die schreckliche Geschicht

(Hört, ihr lieben guten Leute)

Volkslied

Musiknoten zum Lied Die schreckliche Geschicht

Liedtext

Hört, ihr lieben guten Leute,
diese schreckliche Geschicht',
wie voll Hinterlistigkeiten
einer Mordgedanken kriegt,
|: und zuletzt in Klagenfurt
einen jungen Menschen murd't. :|

Schon in sein jungen Jahren
zeigte er viel Grausamkeit,
riß die Mädchens bei den Haaren,
warf mit Schneeballens die Leut',
|: trat den Pferden auf den Fuß,
das erregt' viel Ärgernus. :|

Als er nun auf Universitäten
in das Saufen sank sehr tief,
schrieben ihm in großen Nöten
seine Eltern diesen Brief
|: "Komm zurück von Erlangen
auf der Eltern Verlangen!" :|

Da er nun ein Lump geworden
und von allem nichts verstund,
mußt' er andre Menschen morden,
daß er selber leben kunnt';
|: drum ermordet er den Mann
mit die grienen Hosen an. :|

Einst saß er in einer Kneipe
neben einem kleinen Mann;
dieser hatt' auf seinem Leibe
eine griene Hose an,
|: eine Weste von Kalmuck,
drin der Taler fünfzig Stuck. :|

Schnell griff er nach einer Zange,
kniff ihn damit in die Nas',
und er kniff, und kniff so lange,
bis kein' Luft mehr in ihm was.
|: So ermordet er den Mann
mit die grienen Hosen an. :|

Doch ein tugendhafter Kellner
hatte dies mit angesehn,
und er tat vor Schreck so schnell er
könnt' zum Burgermeister gehn;
|: und Gensdarmen fünfzehn Stuck
faßten ihn bei dem Genuck. :|