Des Ritters Tod

(Es wollt einmal ein edler Herr ausreiten)

Volkslied

Musiknoten zum Lied Des Ritters Tod

Liedtext

Es wollt einmal ein edler Herr ausreiten,
ein scharfes Schwert droht ihm an seiner Seiten.

Der Herr der ritt auf einem schmalen Steige,
da saß die Otter auf einem grünen Zweige.

Die Otter glänzt mit hellen bittern Schmerzen,
sie stach den edlen Herren in sein jung Herze.

Der Herr der schnitt die Hündlein von dem Bande:
"Lauft, lauft, ihr Hündlein, lauft nun wieder zu Lande!

Sagt eurer Frau und eurem Hofgesinde,
auf grüner Heid werd't ihr mich liegen finden."

"Willkomm'n, willkomm'n ihr Hündlein von der Straßen,
wo habt ihr euren edlen Herrn gelassen?"

"Der Herr der liegt auf grüner Heid und faulet,
Sein Sattelroß liegt neben ihm und trauret."

Die Frau die zog ihr Ringlein von dem Finger:
"Ein' Witwe bin ich, Wais'n sind meine Kinder."