Der Deserteur

Volkslied

Musiknoten zum Lied Der Deserteur

Liedtext

Zu Straßburg auf der langen Brück',
da stand ich eines Tags,
nach Süden wandt' ich meinen Blick,
in grauem Nebei lag's.
Da dacht' ich mir: Dahinter
liegt in wunderbarem Reiz
|: mit seinen Almen, seinen Höh'n
dein Vaterland, die Schweiz. :|

Und wie ich's dacht' und wie ich's sann,
da zog ein Knab' vorbei,
der blies ins traute Alpenhorn
der Heimat Melodei.
Da ward mir's kalt, da ward mir's warm,
rasch sprang ich in die Flut,
|: hinauf den Rhein mit starkem Arm
schwamm ich mit frischem Mut.:|

Hätt' mich nicht der Sergeant gesehn,
da hätt' es keine Not;
jetzt haben sie mich eingebracht
und schießen heut' mich tot.
O liebe Herren, glaubt mir dies,
mich zog ein süßer Ton;
|: der Knabe, der das Alphorn blies,
der trägt die Schuld davon. :|